Seit 2014: Tanji Education Center (TEC)

An der Generalversammlung des FVH am 2. Juni 2014 wurde der Grundstein für das «Tanji Education Center» gelegt. Ausschlaggebend hierfür war mitunter die traurige Tatsache, dass The Gambia inzwischen eines der Hauptherkunftsländer afrikanischer Flüchtlinge ist: Jeder vierte bis fünfte Flüchtling, der es über das Mittelmeer nach Europa schafft, kommt aus The Gambia. Die Flüchtlinge sind meist zwischen 18 und 30 Jahre alt und ziehen zunächst aus ländlichen Regionen in die Gebiete rund um die Hauptstadt von Banjul, und von dort geht es weiter nach Europa. Die Gründe dafür sind weit verbreitete Armut, hohe Arbeitslosigkeit und vor allem die Perspektivlosigkeit.

Mit dem TEC möchten wir ein Beitrag zum Kampf gegen die anhaltende Flüchtlingskrise leisten, indem wir jugendlichen Frauen und Männern helfen, sich als Bauern eine nachhaltige Existenz aufzubauen.

Die Landwirtschaft bildet – historisch betrachtet und gleich wie in der Schweiz – das Rückgrat von The Gambia. Dennoch wollen heute alle jungen Gambier in der Tourismusbranche arbeiten, weil sie sich hier das schnelle Geld erhoffen. Gleichzeitig werden inzwischen sämtliches Gemüse und praktisch alle Früchte aus dem Ausland importiert, obwohl The Gambia über fruchtbare Böden und genügend Wasser verfügt.

Im Rahmen von einjährigen Ausbildungsmodulen werden wir deshalb jeweils 10 Jugendliche lehren, wie sie als Bauern nicht nur sich selber versorgen, sondern mit dem Verkauf der Ernte auch eine nachhaltige Existenz aufbauen können. Für die Vermittlung des Fachwissens arbeiten wir mit dem Njawara Agricultural Training Centre (NATC) zusammen, die sich der natürlichen und nachhaltigen Landwirtschaft verschrieben haben.

Es ist geplant, dass das TEC den Schulbetrieb im Verlauf des Jahres 2018 aufnimmt, nachdem die nötige Infrastruktur für Schulungs- und Produktionsgebäude erstellt wurden. Hierfür ist der FVH auf weitere Spenden angewiesen.

FVH-Projekte in The Gambia
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Seit der Gründung im Jahr 1998 hat der Förderverein Humanitas mehr als 1 Million Schweizer Franken für Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Landwirtschaft in The Gambia investiert. Vor Ort arbeiten wir eng mit der Regierung und den Ministerien zusammen, damit unsere Projekte den Regierungsprogrammen in diesen Bereichen entsprechen. Verschaffen Sie sich ein Überblick der aktuellen FVH-Projekte in The Gambia.

Seit 2011: Rossi Klinik in Pakali Ba
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Weil die nächste medizinische Station mehr als 100 km entfernt war, haben wir 2011 beschlossen, ein leerstehendes Gebäude zu renovieren und eine kleine Klinik für Geburten und medizinische Erstversorgungen einzurichten. 2012 wurde die Klinik nach einer grosszügigen Spenderin und Freundin des FVH benannt.

Seit 2007: Landwirtschaftsprojekt in Pakali Ba

In Pakali Ba führen wir seit 2007 das PakaliBa Farming Project. Kajali Jobarteh, ein ehemaliger Mitarbeiter des FVH in The Gambia, kehrte damals in sein Dorf zurück, um den lokalen Bauern mit unserer Unterstützung zu zeigen, wie man trotz der dürren Vegetation eine gute Ernte für den Eigengebrauch und zum Weiterverkauf erzielen kann. Der FVH stellt jedes Jahr die nötigen Werkzeuge und Samen zur Verfügung.

Seit 2001: Patenkind Giki
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Giki Barrow ist im Jahr 2000 zur Welt gekommen. Wir unterstützen Giki in Bezug auf die Schule und Ausbildung mit dem Ziel, dass sich Giki eine nachhaltige Existenz aufbauen kann.

Seit 1997: Nursery School in Kunkujang
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Der Aufbau der öffentlichen Vorschule in Kunkujang war das erste Projekt des FVH in The Gambia. Später haben wir die Schule auf 7 Klassenzimmer mit Platz für über 300 Kinder ausgebaut. Dazu kamen mit der Zeit ein Gemüsegarten, Spielplatz, Fussballfeld, Küche mit Arbeitsraum für Nähkurse.

Von 2014 bis 2016: «Wide Open Walls»

WOW ist ein internationales Streetart-Projekt, welches 2010 vom Engländer Lawrence Williams initiiert wurde, der seit vielen Jahren in The Gambia lebt und arbeitet. Das primäre Ziel dieser aussergewöhnlichen Kunst-Aktion ist die Lenkung der weltweiten Aufmerksamkeit auf eine ländliche Region in The Gambia, die Förderung dieser Region durch einen sanften Tourismus und das Sammeln von Geldern, um in dieser Region Schulen zu bauen.

Weltbekannte Streetart-Künstler wie Sickboy, Know Hope, Xenz, Tika, David Shillinglaw, RUN, Remi Rough, ROA, Lucy McLauchlan, INSA, Eelus, Bushdwellers, Broken Crow and Best Ever setzten sich mit der Region auseinander und sprayten ihre Werke stets im Kontext zur Umgebung auf die Häuser der Bewohner in Galloya. Der Förderverein Humanitas unterstützt WOW ideell und hat 2016 ein namhafter Betrag gespendet, um die Fortsetzung dieses inspirierenden Projekts zu sichern.